Joszef

4-Bild0657Unser Patenkind Josef, wir nennen ihn liebevoll „Joschi“, lebt mit seiner Familie in einer Romasiedlung etwas außerhalb der Stadt Gheorgheni. Vor 2 Jahren erlitt Joschi auf dem Weg zur einzigen Wasserstelle des Dorfes einen schweren Unfall. Ein Pferd trat ihn so stark gegen den Kopf, dass er einen Überdruck und einen Riss im rechten Auge erlitt . Augenflüssigkeit lief aus und sein rechtes Auge erblindete. Eine Wiederherstellung des Augenlichts war unmöglich. Aufgrund der schlechten hygienischen Umstände entzündete sich das Auge darüber hinaus sehr stark. Wir merkten Joschi deutlich an, dass er unter der Erblindung und Verunstaltung seines Auges sehr litt. Desweiteren war die dauerhafte Entzündung in seinem Auge nicht nur sehr unangenehm für ihn sondern darüber hinaus sehr gefährlich, da die Gefahr bestand, dass sie am Sehnerv entlang bis ins Gehirn wanderte.

Ein offenes Ohr fanden wir bei den Ärzten des Sankt-Josefs-Hospital in Hagen, einer Fachklinik für Augenheilkunde. Wir entschlossen uns, Joschi mit nach Deutschland zu nehmen, wo er im August 2011 operiert wurde. Das erblindete Auge wurde durch ein Implantat ersetzt. Diese war sehr wichtig um zu gewährleisten, dass sich die Gesichtshälfte normal weiter entwickeln kann und Joschis Gesicht nicht mit fortschreitendem Wachstum mehr und mehr entstellt wird. Die Operation verlief aus Sicht der behandelnden Ärzte hervorragend und Joschi erholte sich überaus gut.

In den nächsten 4 Wochen unternahmen wir viel mit ihm und seinem Papa. Gemeinsam besuchten wir einen Wildpark, Freizeitparks, fuhren Seilbahn, spielten sehr oft Fußball und hatten jede Menge Spaß im Hochseilgarten. Nach sechs Wochen konnte ein überglücklicher Joschi mit seinem Papa wieder zurück nach Hause fahren. (Kai und Petra Handel)