Letzte Woche wurden wir zu einer Pressekonferenz des Uniklinikums Marburg eingeladen und plötzlich ging Marias Geschichte über den DPA-Ticker und tauchte sogar im Fernsehen auf.
Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen mit uns Anteil nehmen an Ihrer Geschichte.
Wir werden weiterhin über ihr neues Leben berichten, aber jetzt könnt Ihr Euch erstmal hier oder in der Oberhessischen Presse den Beitrag ansehen.
“Was ist Dein größter Wunsch?” Auf diese Frage antwortete Maria jedes Mal mit: “Dass mein Bruder bei mir ist.” Seit sie im Oktober vergangenen Jahres in das Krankenhaus eingeliefert wurde hatte sich das Zwillingspärchen nicht mehr sehen können.
Für den 9. Geburtstag der beiden am 20. Januar setzten wir nun alles daran, diesen Wunsch zu erfüllen. Dafür waren dutzende Behörden- und Anwaltgänge in Deutschland sowie Rumänien nötig. Zahllose Unterschriften, Übersetzungen und eine Eilkurierfahrt nach Rumänien später konnten wir den kleinen David mit der Mutter jedoch gerade noch rechtzeitig nach Deutschland holen.
…das ist rumänisch und ungarisch und heißt “Vielen Dank”.
Damit möchten wir uns im Namen der beschenkten Kinder bei allen fleißigen Päckchenpackern, Sammelstellen und Helfern ganz herzlich bedanken!
Seit nunmehr 6 Jahren können wir von Das kunterbunte Kinderzelt e.V. dank Ihrer Unterstützung die Kinder von Balan und in den Romasiedlungen Gheorghenis kurz vor Weihnachten beschenken.
Es ist schwer zu beschreiben, wie sehr sich die Kinder über ihr Päckchen freuen! Darum haben wir in der Bildergalerie die schönsten Fotos der Verteilaktion für Euch zusammengestellt. Sie sollen einen kleinen Eindruck von der Freude zu vermitteln, die mit jedem einzelnen der wunderschön verpackten Päckchen bereite wird. Im Blog findet ihr übrigens auch wieder meine Tourtagebucheinträge.
Tourtagebuch Teil 1: Die Päckchen und wir sind da – fehlt nur noch der Schnee!
Unglaublich ereignisreiche Wochen für das gesamte Kinderzelt-Team und natürlich besonders für Bernd Druschel, liegen hinter uns. Die kleine Maria ist uns allen ans Herz gewachsen und wir haben große Hoffnung, dass wir ein Happy End erleben dürfen.
Doch nun sind wir wohlbehalten in Sandominic, Rumänien angekommen. Wir, das sind: Bernd, Cleo, Laszlo (einer unserer rumänischen Mitarbeiter, der bei der Übersetzung für Maria in Marburg geholfen hatte), Mechthild Schmitt (von der Metzgerei Robert Müller) und ich. Nach 23 Stunden stressfreier Fahrt freuen wir uns nun auf eine ausreichende Mütze Schlaf, um uns morgen an die schönste Kinderzelt-Arbeit des ganzen Jahres zu machen! Schließlich warten über 4.100 Päckchen darauf, ihren eigentlichen Sinn zu erfüllen: Den Kindern von Balan und in den Romasiedlungen Gheorghenis eine Weihnachtsfreude zu bereiten.
Vorgestern hat André, der “Kinderzelt-Hairdresser”, uns zu Maria ins Krankenhaus begleitet. Ich wollte von ihm wissen, wie das für ihn war.
Kinderzelt: Wie hast Du von der Maria erfahren?
André: Ich war im Oktober mit einem Team in Rumänien, um mir einmal persönlich anzuschauen, was das Kinderzelt dort macht. Während wir in der Romasiedlung, aus der Maria stammt, waren, hörte ich zum ersten Mal von ihr und erfuhr, dass sie im Krankenhaus sei. Am nächsten Tag sollte es schon wieder nach Hause gehen. Wir haben dann auf der Fahrt zum Flughafen einen 2-stündigen Umweg zur Klinik nach Targu Mures gemacht. Bernd, der Leiter vom Kinderzelt, wollte unbedingt genaueres über Marias Gesundheitszustand erfahren.
Als ich dort durch die Gänge ging… dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben. Als Kind war ich selbst auch schon im Krankenhaus, aber hier fühlte ich mich wie in einem Film. Überall saßen Menschen in den Gängen und warteten auf irgendwas, die Lampen funktionieren nicht richtig, die ganze Atmosphäre war einfach komisch.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Seit unserem letzten Update von unserem aktuellen Sorgenkind Maria sind schon wieder 13 Tage vergangen. Wir durften und wollten während dieser Zeit keine näheren Informationen zu ihrem Gesundheitszustand herausgeben, da ihre Situation sehr ernst war und wir erst einmal abwarten wollten, wie sie die große Operation übersteht. Danke, dass Ihr dafür Verständnis hattet. Es war für uns ein ständiges Wechselbad der Gefühle und eine sehr angespannte Zeit. Heute möchten wir Euch nun ein paar Infos zukommen lassen. Hier noch mal ihre ganze bisherige Leidensgeschichte in kurzen Worten.
Bei all der Aufregung um unser Sorgenkind Maria lief die Weihnachtspäckchenaktion natürlich ungebremst weiter. Im Hintergrund waren unzählbar viele Hände unermütlich mit dem Packen, Sammeln, Sortieren und Transportieren beschäftigt. Vielen Dank dafür!
Und so können wir heute freudig berichten, dass dieses Jahr deutlich über 4.000Päckchen zusammengekommen sind! Wow! Die Päckchen sind mittlerweile bereits vor Ort in Balan/Rumänien und soeben ist auch das deutsche Team eingetroffen. Die nächste Woche wird ganz besonders im Zeichen von “Freude bereiten” stehen, und wir freuen uns schon sehr auf die vielen strahlenden Kinderaugen.
Gerne halten wir Euch wieder mit einem Tourtagebuch auf dem Laufen, beobachtet einfach unser Blog oder klickt “Gefällt mir” auf der Kinderzelt-Facebookseite.
Viele haben uns in den letzten Tagen per Email, Telefon und auf Facebook kontaktiert und nach Marias Verfassung gefragt. Über Eure Anteilnahme freuen wir uns sehr und bringen Euch hiermit das erste größere Update. Wie Ihr schon wisst ist Maria seit Mittwoch Abend im Uniklinikum Marburg und liegt dort auf der Kinderintensivstation. Ihr Zustand ist ernst, aber nicht hoffnungslos.
Die 7-jährige Maria leidet an einem lebensbedrohlichen Darmverschluss, verschiedenen Infektionen im Bauchraum, sowie mehreren Abszessen.
Mit dieser Diagnose hat Maria aufgrund fehlender medizinischer Möglichkeiten in Rumänien keine Überlebenschance.
Da sich ihr Zustand täglich verschlechtert, haben wir uns dazu entschlossen, sie noch in dieser Woche nach Deutschland zu holen, um ihr hier durch eine entsprechende Behandlung im Uniklinikum Marburg die Chance zu geben, ihren 8. Geburtstag im Januar erleben zu dürfen.
Lasst uns gemeinsam Marias Leben retten!
Um das kleine Mädchen und seine Eltern mit einem Ambulanz-Jet nach Deutschland zu holen und den vorraussichtlich mehrwöchigen Aufenthalt der Familie in Deutschland finanzieren zu können, brauchen wir rund 20.000 Euro. Die kleine Maria liegt uns allen sehr am Herzen. Damit wir helfen können, sind wir auf Eure Spenden angewiesen.
Wir haben eine eigene Spenden- und Aktionsseite für Maria zusammengestellt. Bitte sagt diese Adresse Euren Freunden weiter, teilt es auf Facebook, Google+ und allen Netzwerken, in denen Ihr aktiv seid. Wir brauchen alle Unterstützung, die wir bekommen können!
Seit dem Jahre 2008 betreiben wir in der Kleinstadt Balan, im Osten Rumäniens, unsere Kindertagesstätte “Kindernestchen” für Kinder aus ärmsten und sozial schwachen Verhältnissen. Neben dem gesunden Frühstück und einem warmen Mittagessen erhalten die Kinder hier durch unsere in Deutschland geschulten Mitarbeiterinnen Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendungen.
In der Bärengruppe werden Kinder im Alter von 4-7 Jahren ganztätig betreut. Ein zweiter Raum war für Kleinkinder von 1-3 Jahren vorgesehen. Es sollte eine Mäusegruppe werden, die wir jedoch mangels finanzieller Mittel nicht in Betrieb nehmen konnten.
Mitte diesen Jahres lernten wir nun den Mäuserich Lillebi aus dem Hause Steinbeck kennen. Er interessierte sich sehr für die Lebensumstände der Kinder von Balan und übernahm gleich die “Mausschirmschaft” für unseren Spendenlauf – sicher erinnert Ihr Euch.
Kurz darauf nahmen wir ihn mit nach Rumänien. Er begleitete uns zu Familien und besuchte schließlich das “Kindernestchen”. Von der Vorstellung einer Mäusegruppe war er sogleich hellauf begeistert und so kam es, dass wir in den letzten Monaten gemeinsam im “Kindernestchen” malten, räumten und schraubten.
Heute können wir Euch nun stolz berichten: Am 31. Oktober 2011 wurde die Mäusegruppe feierlich eröffnet! Jetzt können auch die Kleinsten im “Kindernestchen” Spiel, Spaß und Geborgenheit erfahren. In den liebevoll eingerichteten Räumen wird Lillebi für sie zum Inbegriff für ein Stück unbeschwerte Kindheit.
Unser herzlicher Dank geht an das gesamte Haus Steinbeck aus Fulda, das die Finanzierung der Gruppe übernommen hat, ganz besonders an Walter und Uschi, die es sich nicht nehmen liessen, bei den Feierlichkeiten dabei zu sein und die Gruppe persönlich zu eröffnen, sowie an die vielen Spender und Förderer, denen der Fortbestand des “Kindernestchens” genauso am Herzen liegt wie uns.
Mit dem Video und den Fotos möchten wir Dich gerne ein wenig Teil haben lassen.