Tourtagebuch 2017 Teil 2

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Tourtagebuch Teil 2

Ausladen, Umladen und Verteilen

Nachdem wir unseren verdienten Schlaf mehr oder weniger nachgeholt hatten, sollte es Samstag dann endlich richtig losgehen. Unser Ziel an diesem Tag war Balan. Dort in der Sporthalle warteten schon viele liebevoll gepackte Päckchen auf uns, die nun sortiert werden mussten.

Schritt für Schritt wurden die großen Kartons geleert und die Päckchen nach Alter, Geschlecht und Zielort von vielen fleißigen Helfern in der Halle verteilt. Als wir unsere Arbeit so weit erfolgreich abgeschlossen hatten, konnten schon die ersten Pakete verteilt werden. Es waren besondere Momente, als die Patenkinder die, von ihren Paten in Deutschland persönlich gepackten, Päckchen in Empfang nehmen durften. Nach kurzen Gesprächen wurden die Päckchen den Kindern überreicht und die Freude über diese besonderen Geschenke war sichtlich wahrzunehmen.

Am Abend besuchten wir dann noch weitere Patenkinder in ihren Wohnungen, wo auch Patenpakete überreicht wurden. Die Erfahrungen, die ich dort sammeln durfte, waren teilweise überwältigend, da ich bisher nie mit so großer Not konfrontiert war. Dennoch war es sehr schön zu sehen, welche Freude wir diesen Menschen bereiten konnten.

Nach einem arbeitsreichen, aber auch erfolgreichen Tag begaben wir uns schließlich wieder nach Gheorgheni in unsere Wohnung, um neue Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln. Das war auch wichtig, denn am nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder früh für uns los. Um 7 Uhr rumänischer Zeit haben wir uns wieder mit dem rumänischen Team in Balan getroffen, wo schon ein großer LKW auf uns wartete, der abgeladen werden musste. Viele Hilfsgüter und die letzten Päckchen aus Deutschland wurden nun von unserem rumänisch-deutschen Helferteam abgeladen.

Gegen Mittag haben wir uns dann auf dem Weg gemacht, um – getreu dem Kinderzelt-Motto – Freude zu bereiten und der Not zu begegnen. Unser Ziel war eine kleinere Romasiedlung in Sandominic, einem Nachbarort Balans. Für mich war es der erste Besuch in einer Romasiedlung und ich war deshalb entsprechend aufgeregt. Es war sehr bewegend für mich zu sehen, in welch schwierigen Umständen die Menschen dort leben. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir mit unseren Päckchen, Hilfsgütern und Lebensmitteln ein bisschen Glück in die Hütten der Menschen bringen konnten.

Nachdem alle Familien mit Päckchen versorgt waren, fuhren wir weiter, um noch weitere kleine Romasiedlungen zu besuchen. Es wurden an diesem Nachmittag und Abend noch viele weitere Päckchen verteilt, bis es schließlich dunkel wurde. Zum Abschluss des Tages belohnten wir uns noch mit einem gemeinsamen Abendessen.

Für mich waren es bisher zwei aufregende und bewegende Tage und ich freue mich auf die noch kommenden.

Stefan Raabe für das Weihnachtspäckchen-Team 2017

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Julia Druschel
Julia Druschel
Julia leitet die Kindertagesstätte "Kindernestchen" und lenkt die Tätigkeiten des Vereins über ihren Sitz im Vorstand.
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