Heute möchten wir Euch einmal teilhaben lassen an einer Not einer Familie hier in Gheorgheni. Ein bisschen ausserhalb von dem Zigeunerdorf bei einer Familie, bei dem Josef, den wir schon lange im Patenprogramm haben.
Josef hat eine besondere Not. Er hat vor 1½ Jahren einen Pferdetritt gegen den Kopf bekommen. Dadurch hat es einen Überdruck und einen Riss im Auge gegeben, Augenflüssigkeit ist ausgelaufen und so ist er an seinem rechten Auge komplett erblindet und das Auge kann nicht mehr wiederhergestellt werden. Aufgrund der schlechten hygienischen Umstände entzündet sich das Auge leider sehr häufig. In einer Klinik in Deutschland kann dieses Problem durch ein Implantat gelöst werden, dadurch wird sich dann auch die gesamte Gesichtshälfte weiter normal mitentwickeln können und er nicht entstellt werden.
Dafür haben wir heute einen speziellen Spendenaufruf. Am 31. Juli nehmen wir ihn mit nach Deutschland, am zweiten haben wir einen Vorstellungstermin in der Klinik und wir werden ihn dort operieren lassen. Das wird uns genau 5000 Euro kosten. Hier kannst du mit deiner Spende an seinem zukünftigen Leben teilhaben und wenn du möchtest kannst du ihn ja auch mal besuchen kommen solange er in Deutschland ist.
Wann wart ihr das letzte Mal Pilze sammeln? Macht man in Deutschland nicht mehr – hier schon. Schließlich verdienen hier die meisten Zigeuner ihren spärlichen Lebensunterhalt im Sommer mit dem Verkauf selbst gesammelter Pilze. Ein mühsames Geschäft, bei dem es morgens um 4:00 Uhr losgeht, um die besten Stellen zu erreichen. Vorallem für die Kinder sind das anstrengende Tage – und oftmals müssen sie die Pilze noch am Straßenrand zum Verkauf anbieten.
Ich gebe ja zu, dass ich gerademal einen Pfifferling von einem Fliegenpilz unterscheiden kann, aber wir waren ja nicht alleine unterwegs. Begleitet, besser gesagt geführt, wurden wir von Ramona, unserem Patenkind, und ihrer Mutter Sofia.
Eigentlich war es eine ganz spontane Idee, schließlich galt es doch den Sonntag zu überbrücken, an dem Bernd nach Cluj gefahren war, um Julia samt Dorina und Lina, sowie Martin vom Flughafen abzuholen. Wir waren den Tag über in Gheorgheni – morgens haben Raphaela und Mira mit Ramona gespielt – mittags sind wir bei leichtem Nieselregen losgezogen.
Erstmal quer durch die Stadt und dann in den Wald zum Pilze sammeln. Gleich am Anfang habe ich ein schönes Exemplar gefunden, doch leider wurde es dann ziemlich mühsam. Spaß gemacht hat es trotzdem! Es war eine wunderbare Möglichkeit unser Patenkind besser kennenzulernen. Wir waren zwar ohne Übersetzer unterwegs, doch mit Händen und Füßen hat es gut geklappt. Nach einem kleinen Picknick bei Ramonas alter 5m²-Hütte sind wir wieder zurück. Die Vermieterin von Ramonas (neuer) Wohnung hat dann gemeinsam mit den Mädels die Pilze zubereitet. Was soll ich anderes schreiben – es hat total lecker geschmeckt!
Es sind die kleinen Dinge, die ein Leben verändern können – manchmal reicht es schon gemeinsam Pilze zu sammeln!
Diesmal werde ich mir es mir ganz einfach machen – statt auf die Kraft der Worte werde ich ganz auf die Magie der Bilder setzen! Also kurzer Bericht, dafür viele Fotos in der Bildergalerie!
Gestern waren wir in Gheorgheni und haben zuerst unser Patenkind Josef besucht. Ich berichtete ja schon von dem Problem mit seinem Auge und nun haben wir ein Video gedreht, das in den nächsten Tagen online gestellt wird.
Dann waren wir in allen drei von uns betreuten Zigeunersiedlungen und
haben die Familien besucht,
mit den Kindern gealbert,
uns ein ‘Ständchen’ singen lassen,
ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Eltern gehabt
(ein Mädchen leidet unter starken Darmproblemen; wir werden uns darum kümmern, dass es stationär untersucht werden kann)
und zum Schluss haben wir noch mit einer Kiste Nektarinen große Freunde bereitet ;-)
Es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht und wird auch für unsere Mädels ein unvergessliches Erlebnis bleiben!
Es ist 7:00 Uhr – ich sitze auf der Veranda unseres Blockhauses, in das wir gestern für 2 Nächte umgezogen sind. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern – das lauteste Geräusch ist das Getapper der Pferdewagen und ab und zu mal ein Auto. Ein wunderschöner Start in den Tag!
Zwei sehr unterschiedliche Tage sind vergangen. Vorgestern, also Donnerstag, haben wir auf gut neudeutsch einen “Homeoffice”-Tag eingelegt. Wir sind nach dem Frühstück in unserer Pension geblieben und haben eine Menge Dinge besprochen, für die in der Hektik des Kinderzelt-Alltages keine Zeit bleibt. Und da wir einen ziemlich schnellen Internetzugang haben, hat jeder mittags noch seine Hausaufgaben machen können. Daniel hat am Videoprogramm gebastelt, ich habe mit unserer Mailing-Liste gekämpft und Bernd hat einen ganzen Stapel Post besiegt ;-)
Abends bekamen wir Besuch jungen Engländer, der in Bukarest lebt, aber derzeit in Balan ein Sommercamp für Kinder mitorganisiert und durchgeführt hat. Er trägt sich mit dem Gedanken mehr für die Kids in Balan zu tun und da liegt es natürlich nahe, miteinander ins Gespräch zu kommen und Bernd hat ihm die Vision von „Das kunterbunte Kinderzelt“ sehr spannend erklärt.
Gestern waren wir dann den ganzen Tag in Balan unterwegs. Diesmal hatten wir im Kindergarten mehr Glück. Wegen der dreimonatigen Schulferien sind derzeit nur wenige Kinder da, aber deren Freude war groß, als sie den Karton mit dem neuen Sandspielzeug auspacken durften! Eines unserer Kindergartenkinder haben wir dann zu Hause besucht – und das hatte einen besonderen Grund. Alex Banu ist das Patenkind einer Schulklasse der Grundschule Oberleichtersbach. Die haben zwei große Kisten für ihn gepackt und wir haben ein kleines Video von der Übergabe gedreht.
Natürlich treffen wir in der Stadt immer wieder “unsere” Kids. Manche schauen ein wenig schüchtern, andere rennen winkend unserem Bus hinterher und dann gibt es noch so Mädels wie Andrea. Als sie Bernd entdeckte führte sie ein Freundentänzchen auf und ist ihm strahlend in die Arme gelaufen. Eine unglaubliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass sie als Dreijährige bei der Aufnahme ins Patenprogramm nicht lachen wollte, weil es „nichts zu lachen gibt“.
Wir haben aber nicht nur Patenkinder besucht – wir haben auch einen Jungen ins Patenprogramm aufgenommen. Das hat uns allen total Spaß gemacht, war es doch eine sehr sympathische Familie mit zwei richtig wilden Jungs. Die beiden reagierten erstmal total schüchtern auf Mira und Raphaela, doch später sind sie herumgetollt und haben alle zusammen gespielt. Die Wohnsituation war sehr beengt – eine winzige Wohnküche, ein kleines Schlafzimmer für alle, ein Plumsklo im Freien. Außerdem wohnt in dem winzigen Häuschen noch der Schwiegervater. Wir sind dann gemeinsam zu unserer Ausgabestelle für Hilfsgüter gefahren und haben ein paar dringend benötigte Sachen rausgesucht. Es war schon witzig, als ich bei der Suche nach Kinderkleidung auf eine Kiste von meiner Schwester stieß. Eingedeckt mit Kleidung, Geschirr, Matratzen und einer großen Rolle Linoleumfussboden haben wir sie nach Hause gebracht. Schaut euch einfach mal die Bilder an!
Ich setze mich jetzt an den von Mira gedeckten Frühstückstisch – auf in den Tag ;-)
Auf einer Postkarte würde ich jetzt bestimmt so etwas wie “sommerliche Grüße aus dem malerischen Rumänien” schreiben – aber wir sind ja nicht zum Spaß hier ;-) und außerdem gibt es hier viiiiiel mehr zu erleben und somit auch viel mehr zu berichten, als auf eine Postkarte passt. Daher werden wir Euch in den nächsten 1½ Wochen via Internet über unsere Erlebnisse berichten.
Gestern und heute waren wir noch auf dem wunderschönen Parkfest in Bad Brückenau. Doch in wenigen Stunden brechen wir auf zu unserer nächsten Rumänienreise nach Balan und Gheorgheni.
Auch dieses mal werden wir Euch gerne mitnehmen und auf dem Laufenden halten, schaut einfach regelmäßig auf unserer Internetseite vorbei und klickt auf unserer Facebookseite, facebook.com/kinderzelt, auf “Gefällt mir”.
Es ist Sommer, die beste Zeit um Freude zu bereiten. Jedes Wochenende sind wir auf den verschiedensten Festen für die Kinder vor Ort. Nach Jahren des treuen Dienstes hat sich jedoch unsere große Kinderzelthüpfburg verabschiedet. Da war nichts mehr zu machen.
Glücklicherweise hat VIV Ltd. aus Polen uns in kürzester Zeit eine neue liefern können und Ihr seid dabei wie wir sie zum ersten Mal aufblasen: